Flexible Fonds
 
 

Lehr- und Lernkonzepte

Problembasiertes und Forschendes Lernen

Im Rahmen der Entwicklung neuer Lehr- und Lernkonzepte wird ein Perspektivwechsel von der lehrenden- zur studierendenzentrierten Perspektive vollzogen. Im Gegensatz zum bisher vorherrschenden, primär rezeptiven Lehrangebot soll ein problembasiertes, fallbezogenes, projektorientiertes und forschendes Lernen umgesetzt werden. Hierdurch wird sowohl die Selbständigkeit im Studium gestärkt, als auch die Entwicklung fachlicher sowie fachübergreifender Kompetenzen gefördert. Dies sind nicht zuletzt jene Kompetenzen, die Nachwuchsingenieure benötigen, um den Übergang von wissenschaftlicher Ausbildung zu unternehmerischer und wirtschaftlicher Praxis bewerkstelligen zu können.

© HendrikBrixius.de

Große Hörerzahlen

Um dem ansteigenden Ingenieurbedarf in Deutschland gerecht zu werden sind Veranstaltungen mit großer Hörerzahl, das heißt Lehrveranstaltungen mit mehr als 700 Studierenden, unvermeidlich. Vor dem Hintergrund der doppelten Abitur-Jahrgänge, die seit 2010 die Hochschulen vor teilweise große Herausforderungen stellt, verschärft sich das Problem großer Veranstaltungen stetig weiter. TeachING-LearnING.EU stellt daher Lösungsansätze bereit, die das Lehren und Lernen unter diesen Bedingungen erleichtern sollen.

In einem ersten Schritt wurden an der RWTH Aachen University im Wintersemester 2010/2011 und 2011/2012 Beobachtungsstudien durchgeführt mit dem Ziel, erste Einblicke in die Herausforderungen im Umgang mit großen Hörerzahlen zu erlangen. Stichprobenartig wurde so der aktuelle Umgang mit großen Hörerzahlen anhand differenzierter Beobachtungskriterien erfasst. Dazu zählte unter anderem der Einsatz von Medien, die Vorlesungsstruktur, die Interaktion zwischen Dozierenden und Studierenden und die Hörsaalsituation. Mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse wurden alle Daten ausgewertet. Die Ergebnisse dienen als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen an den drei Standorten des Kompetenz- und Dienstleistungszentrums und geben erste Impulse zur Konzeption von Lehrveranstaltungen mit großen Hörerzahlen.

So wurden bereits in zwei Vorlesungsformaten Audience Response Systeme eingesetzt, um die Interaktion zwischen dem/der Dozierenden und den vielen Studierenden zu ermöglichen. Mit Hilfe von Smartphones und Laptops konnten die Studierenden auf Fragen des/der Dozierenden antworten, der/die so wiederum Wissenslücken und Verständnisprobleme aufdecken konnte. Im Anschluss wurde diese Maßnahme evaluiert. Das Feedback der Studierenden war, neben Kritik an technischen Problemen, durchweg positiv. Die Studierenden hatten das Gefühl, durch die aktive Beteiligung ein tieferes Verständnis zu erlangen, motivierter zu sein und mehr Spaß an der Veranstaltung zu haben. Für die kommenden Semester ist eine Anpassung und Ausweitung des Konzepts geplant.

Das Audience Response System ist Teil einer „Tool-Box“, welche verschiedene Maßnahmen zur weitläufigen Unterstützung der Lehrenden von großen Hörerzahlen zusammenfasst. Diese Sammlung von Lehrmethoden wird im Rahmen des Workshops „Große Hörerzahlen“ vermittelt und kontinuierlich weiter angereichert. Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf Best Practices im Umgang mit großen Hörerzahlen. Der Workshop wird regelmäßig für die Lehrenden der RWTH Aachen University angeboten. Aus den Erfahrungen der einzelnen Teilnehmenden wird die „Tool-Box“ kontinuierlich um wichtige Maßnahmen erweitert. Fragen zum Thema „Große Hörerzahlen“ beantwortet Ihnen gerne Valerie Stehling.

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